Arbeitseinsatz am Jenzig Süd: Gemeinsam gegen die Zackenschötchen

Wenn GleitschirmpilotInnen an einem Samstag mit Spaten statt Schirm am Landeplatz auftauchen, dann muss es einen guten Grund geben. Am 30. Mai 2026 war genau so ein Tag: Statt auf Thermik zu hoffen, rückten fünf engagierte DGFC-Mitglieder den orientalischen Zackenschötchen auf unserer Landewiese am Jenzig Süd zu Leibe.

Bei kräftigem Wind und immer wieder drohenden Gewittern war an Fliegen ohnehin nicht zu denken. Für unseren Arbeitseinsatz waren die Bedingungen dagegen perfekt. Während der Wind die Schweißperlen schnell trocknete, krempelten wir die Ärmel hoch und machten uns an die Arbeit.

Unser Ziel: die Ausbreitung des orientalischen Zackenschötchens einzudämmen. Die invasive Pflanze wächst rasant und verdrängt heimische Arten. Auf unserer Landewiese hatte sie sich bereits an vielen Stellen ausgebreitet und teilweise schon kräftig geblüht.

Also hieß es: Spaten raus und los geht’s. Manche Pflanzen ließen sich leicht entfernen, andere hatten bereits erstaunlich kräftige Wurzeln entwickelt. Doch dank guter Teamarbeit kamen wir Stück für Stück voran. Nach rund zwei Stunden konnte sich das Ergebnis sehen lassen: Unsere Landefläche war von den Zackenschötchen befreit, und insgesamt füllten wir vier große 240-Liter-Müllsäcke mit den ausgestochenen Pflanzen.

Der kurioseste Moment des Tages folgte zum Schluss: Da verschiedene Teile des Zackenschötchens essbar sind, wagten wir einen kleinen Geschmackstest. Eine geschälte Wurzel machte die Runde – mit eher gemischtem Erfolg. Während der innere Teil noch recht mild war, sorgte die überraschende Schärfe der äußeren Bereiche für überraschte Gesichter und den einen oder anderen Schmunzler.

Danach ließen wir den Einsatz bei einem spontanen Picknick mit Kuchen und guten Gesprächen über unser gemeinsames Hobby ausklingen. Gleichzeitig konnten wir mit unserer Aktion einen kleinen Beitrag zum Naturschutz leisten. Die Maßnahme erfolgte in Abstimmung mit der Stadtverwaltung sowie den Naturschutzbehörden, die jede Unterstützung bei der Eindämmung invasiver Pflanzenarten begrüßen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die mit angepackt haben. Der Arbeitseinsatz hat einmal mehr gezeigt: Ein Fluggebiet lebt nicht nur von guten Flugbedingungen, sondern auch von Menschen, die bereit sind, sich gemeinsam dafür einzusetzen.

Autorin: Katharina Kössler